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Armut in Deutschland. Meldungen (Teil 3)

Deutschland ist durch die Globalisierung auch ein Armenhaus geworden, und den reichen Chefs ist das egal

  Ein Viertel von Hartz-IV-Bezügern ist in den Schulden -- Studenten können die Mensa nicht mehr zahlen und gehen zur Tafel -- Deutschlandkarte: Wo die meisten armen Kinder wohnen: Bremen und Mecklenburg-Vorpommern -- 239.000 Obdachlose in Deutschland 6.10.2015

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

Link: http://www.armutsnetzwerk.de
Link: Kinderhilfswerk: http://www.dkhw.de/cms/

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Deutsche Wirtschaftsnachrichten
                                online, Logo

31.12.2013: Ein Viertel von Hartz-IV-Bezügern ist in den Schulden

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online:
In der Falle: Hartz-IV-Bezieher sind hoch verschuldet; 31.12.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/31/in-der-falle-hartz-iv-bezieher-sind-hoch-verschuldet/


<Jeder vierte Hartz-IV-Empfänger hat Schulden. Ein Drittel aller Hartz-IV-Empfänger haben als Folge der Schuldenspirale mit psychischen Problemen zu kämpfen. Die Arbeitsagenturen sind hilflos. Eine Studie des Arbeitsministeriums zeigt, dass der Sozial-Staat nur auf dem Papier funktioniert.

Mehr als eine Million Hartz-IV-Empfänger haben Schuldenprobleme. Bleiben diese Sorgen ungelöst, belasten sie die Gesundheit des Betroffenen massiv. Die Kommunen sind dafür verantwortlich, den Menschen Beratungsgespräche anzubieten. Das funktioniert aber nicht, wie eine Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums ergab.

Überschuldung geht oft einher mit psychischer, sozialer und gesundheitlicher Beeinträchtigung. Sie belastet nicht nur den Betroffenen selbst, sondern die gesamte Familie, insbesondere die Kinder. Ohne Intervention verschlechtert sich die Lebens- und Arbeitssituation der Betroffenen weiter, sie geraten in die sogenannte Schuldenspirale. Nicht rechtzeitig getilgte Schulden führen zu immer mehr Schulden.“

Die Hinweise auf Probleme mit Schulden treten in den Beratungsgesprächen nach Berichten der Experten häufig erst dann zu Tage, wenn in Pfändungsbeschlüsse vorliegen und die Leistungsberechtigten keinen anderen Rat mehr wüssten, als sich an das Jobcenter zu wenden.

Hilfe kommt dann oft viel zu spät. Ein Drittel der Hartz-IV-Bezieher leidet unter psychischen Störungen. Neurotische Störungen und Belastungsstörungen werden am häufigsten diagnostiziert, das ergab eine weitere Studie des Bundesarbeitsministeriums.

Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur sind auf psychisch erkrankter Menschen nicht eingestellt.

„Die Erkennung und Abgrenzung psychischer Beeinträchtigung wird durch SGB-II-Mitarbeiter als schwierig erlebt. Sie beschreiben eine Vielzahl unterschiedlicher Auswirkungen der Beeinträchtigungen auf die berufliche Leistungsfähigkeit und auf den Vermittlungsprozess. Spezifisches Wissen zu Auswirkungen psychischer Erkrankungen findet sich bei Vermittlungsfachkräften selten

Aus Sicht der psychosozialen Versorgung wird die Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung vielfach kritisch beurteilt.“>

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Spiegel online, Logo

9.1.2014: <Deutschlandkarte: Wo die meisten armen Kinder wohnen>: Bremen und Mecklenburg-Vorpommern


Karte: Kinder in
                            Deutschland unter 15 Jahren, die in Armut
                            mit den Leistungen von Hartz IV leben
                            müssen, in Prozent nach Regionen
                            (Mikrozensus 2012)
Karte: Kinder in Deutschland unter 15 Jahren, die in Armut mit den Leistungen von Hartz IV leben müssen, in Prozent nach Regionen (Mikrozensus 2012)

Kinder in Deutschland unter 15 Jahren, die in Armut mit den Leistungen von Hartz IV leben müssen, in Prozent nach Regionen (Mikrozensus 2012, gemäss Klicks auf die Regionen)
1. Schleswig-Holstein
15,6%
59.417

21. Kassel
16,3%
19.171
2. Hamburg
21,3%
48.088

22. Thüringen
21,0%
46.248
3. Lüneburg
19,5%
30.640

23. Trier
12,2%
5014
4. Bremen
33,7%
24.933

24. Koblenz
19,5%
21.921
5. Mecklenburg-Vorpommern
33,5%
46.366

25. Giessen
15,2%
17.456
6. Weser-Ems
21,8%
47.615

26. Saarland
19,4%
19.217
7. Münster
22,4%
58.684

27. Rheinhessen-Pfalz
19,2%
34.619
8. Detmold
17,6%
41.987

28. Darmstadt
16,7%
81.902
9. Hannover
21,6%
50.788

29. Unterfranken
13,2%
11.627
10. Braunschweig
21,2%
31.379

30. Oberfranken
16,5%
10.860
11. Sachsen-Anhalt
29,2%
67.577

31. Karlsruhe
14,8%
34.806
12. Brandenburg-Nordost
26,0%
28.501

32. Stuttgart
13,8%
46.004
13. Brandenburg-Südwest
29,9%
29.912

33. Mittelfranken
14,1%
23.414
14. Berlin
26.9%
146.538

34. Oberpfalz
9,9%
8752
15. Leipzig
29,9%
28.256

35. Freiburg
12,8%
24.832
16. Chemnitz
21,0%
46.248

36. Tübingen
10,2%
15.736
17. Dresden
20,7%
37.884

37. Schwaben
11,6%
14.782
18. Düsseldorf
22,7%
144.737

38. Oberbayern
10,2%
40.427
19. Köln
20,2%
100.869

39. Niederbayern
10,5%
8558
20. Arnsberg
24,3%
86.537







aus: Spiegel online; 9.1.2014;
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kinderarmut-in-deutschland-hier-wohnen-die-meisten-armen-kinder-a-942431.html

<Von Yasmin El-Sharif

Ihnen fehlt es an Geld, an akzeptablen Wohnverhältnissen und an Winterkleidung: 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind von Armut bedroht. Eine Studie zeigt, wo die Not am größten ist - vor allem die Entwicklungen in Bremen und Nordrhein-Westfalen erschrecken.

Hamburg - 185 Seiten und kein einziges Mal taucht das Wort Kinderarmut auf. Liest man den frisch gedruckten Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, könnte man schnell folgern: In Deutschland gibt es keine armen Kinder. Warum sonst sollte die schwarz-rote Koalition nichts dagegen unternehmen? "Armut ist in einem reichen Land wie Deutschland relativ", gab Ursula von der Leyen (CDU) denn auch vor einiger Zeit zum Besten.

Die Ex-Sozialministerin findet sich mit ihrer Haltung in guter Gesellschaft. Kritiker renommierter Institute bezweifeln, dass automatisch arm ist, wer weniger Geld als der Schnitt der Bevölkerung hat. Denn nach gängiger wissenschaftlicher Definition sind 18,9 Prozent oder 2,4 Millionen der Kinder und Jugendlichen in Deutschland von Armut bedroht, weil sie oder ihre Eltern über weniger als 60 Prozent des bedarfsgewichteten mittleren Nettoeinkommens verfügen. Für ein Elternpaar mit einem Kind unter 14 Jahren wären das demnach 1564 Euro. Ein geringes Einkommen sei aber nicht gleichbedeutend mit großer Not oder gravierenden Defiziten bei sozialer und materieller Teilhabe, so die Argumentation der Kritiker.

Wie Kinderarmut in Deutschland tatsächlich aussieht, haben die Forscher Eric Seils und Helge Baumann vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung untersucht. Ihre Studie, die SPIEGEL ONLINE exklusiv vorliegt, offenbart, mit welchen materiellen Entbehrungen die relative Einkommensarmut in Deutschland für Kinder verbunden ist. Außerdem liefern Seils und Baumann erstmals differenzierte Daten zur Kinderarmut in den 39 deutschen Regierungsbezirken.>

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Deutsche
                                  Wirtschaftsnachrichten online, Logo

Deutschland 15.1.2014: Stundenten können die Mensa nicht mehr zahlen und gehen zur Tafel

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Mensa zu teuer: Studenten wandern zur Tafel ab; 15.1.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/15/mensa-zu-teuer-studenten-wandern-zur-tafel-ab/

<Viele Studenten in Deutschland sind auf die kostenlose Lebensmittel-Ausgabe angewiesen, sagt der Chef der deutschen Tafeln Jochen Brühl. Denn aufgrund der neuen Studienordnungen hätten sie keine Zeit mehr für Nebenjobs. Die Nutzung von Hilfsangeboten sei kein Zeichen von Schande

Für viele Studenten ist die Mensa zu teuer geworden. Sie nutzen daher die kostenlose Lebensmittel-Ausgabe der Tafeln. Diese heißen die neuen Gäste willkommen.

„Die Lebenshaltungskosten steigen, die Möglichkeiten für einen Nebenjob in einem eng getakteten Studium werden immer geringer. Da geraten auch manche Studenten in Existenznöte“, zitiert heute.de den Chef des Bundesverbands Deutsche Tafel, Jochen Brühl. Die Zahl der Studenten an den Tafeln steige.

Für Brühl ist es weder ein Zeichen der Schande noch von Bequemlichkeit, wenn auch höher Gebildete um Hilfe bitten. Die Not vieler Menschen werde einfach immer größer, und damit stiegen auch die Nutzerzahlen. „Wer allerdings glaubt, dass es bequem ist, sich bei den Tafeln zu verpflegen, sollte sich da erst einmal selber in die Schlange stellen“, so Brühl.

Vor rund 20 Jahren wurden die Tafeln gestartet. Sie sollten eine Hilfe für die Ärmsten sein. Heute nutzen rund 1,5 Millionen Deutsche das Angebot. Sie erhalten Lebensmittel, die Einzelhändler aus dem Verkauf nehmen und spenden: Brot, Milchprodukte über dem Mindesthaltbarkeitsdatum, Obst und Gemüse mit Dellen.

Wie die Bedürftigkeit nachgewiesen werden muss, ist von Tafel zu Tafel unterschiedlich. Wenn ein Nachweis über den Bezug von Hartz IV verlangt wird, haben Studenten ein Problem. Sie sollten einfach bei den Mitarbeitern vor Ort nachfragen, sagt Brühl. „Wer Hunger hat, soll bei uns auch etwas zu essen bekommen.“>

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Pravda TV online, Logo

Merkel-DDR2.0 am 22.12.2014: Tausende Kinder leben in Deutschland in Zelten und auf der Strasse
Tausende Straßenkinder: Deutschland gibt seine Jugendlichen auf (Video)

http://www.pravda-tv.com/2014/12/tausende-strassenkinder-deutschland-gibt-seine-kinder-auf-video/

<Obdachlose Kinder in Deutschland gibt es nicht. Zumindest nicht offiziell, denn bis zum 18. Lebensjahr gelten Jugendliche als „obhutlos“, werden im Zweifel formal der Wohnadresse ihrer Herkunftsfamilie zugerechnet. Doch die Realität sieht ganz anders aus, wie die „ZDFzoom“-Reportage „Obdachlose Kinder in Deutschland“ zeigt.

Die Bundesregierung verkündete zuletzt 2005 offizielle Zahlen. Damals war von 7200 obdachlosen Kindern und Jugendlichen die Rede. Heute gibt es Schätzungen, dass die Zahl der Heranwachsenden ohne festen Wohnsitz zwischen 9000 bis 20.000 liegt. Viele von ihnen leben in Berlin, verbringen ihre Zeit lieber auf dem Alexanderplatz als in ihren zerrütteten oder gewalttätigen Familien. Streetworker sprechen aktuell wieder von einer „Verjüngung auf der Straße“.

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(Foto: Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland bis zu 20.000 Straßenkinder – die meisten in Berlin. Eine von ihnen ist Hannah, die hier ZDF-Reporterin Stephanie Gargosch ihren Schlafplatz zeigt. Wie so viele andere Straßenkinder wurde auch Hannah vom Jugendamt enttäuscht)

Tausende Kinder in einem Wohlstandsland auf der Straße – wie kann das sein? Hat Deutschland diese Jugendlichen aufgegeben?

Hannah: „Man sieht Dinge, die man nicht sehen will“

ZDF-Reporterin Stephanie Gargosch begleitet mehrere obdachlose Kinder in ihrem Alltag. Eine von ihnen ist Hannah aus München, 17 Jahre alt. Sie sagt: „Ich bin auf die Straße gegangen, weil ich keine andere Möglichkeit hatte.“
Immer wieder hatte sie sich heftig mit ihrer Mutter gestritten, bis sie sich mit 14 Jahren ans Jugendamt wendete. Sie hat dann ihren ersten Antrag auf Jugendhilfe gestellt. Aber ihr sei nie richtig geholfen worden, klagt sie an. Es folgten mehrere psychologische Gutachten über die Mutter, die alle empfahlen, Hannah aus der Familie zu nehmen. Aber genau das geschah nicht. Stattdessen genehmigte das Jugendamt nur eine ambulante Erziehungshilfe. „Das führte dazu, dass einmal in der Woche jemand mit mir und meiner Mutter redete, oft sogar nur mit mir“, erklärt Hannah enttäuscht. „Also nicht viel mehr als eine bezahlte Freundin.“

Zu Beginn der Reportage war Hannah gerade zum dritten Mal aus München weggelaufen – nach Berlin, auf die Straße. Was Hannah sucht, ist eine dauerhafte Lösung, sie will heimisch werden können und nicht zurück zur Mutter oder in eine Notfallunterkunft für Jugendliche. Um Druck auf das Jugendamt auszuüben, lebt sie lieber auf der Straße. Obwohl sie inzwischen weiß, wie hart das ist: „Wer einen schwachen Körper, einen schwachen Charakter, vor allem eine schwache Psyche hat, hält das nicht aus. Denn man sieht Dinge, die man nicht sehen will“, berichtet die Jugendliche und ergänzt auf Nachfrage: „Es können Leute direkt neben dir sterben.“

Greeny fühlt sich im Stich gelassen

Ein anderer Fall ist der Teenager, den sie nur Greeny nennen. Auch er ist 17 und seit fünf Jahren obdachlos. Greeny lebt in Essen – abwechselnd bei Freunden, der Notfallstelle für Jugendliche oder auf der Straße.

Schon oft habe er versucht, über das Jugendamt einen Platz in einer Wohngruppe oder einem Heim zu bekommen: „Es hieß immer, wir kümmern uns darum. Aber es kam nie etwas.“ Wie so viele andere Straßenkinder fühlt sich Greeny vom Jugendamt im Stich gelassen. Er wünscht sich mehr Kommunikation und Verbindlichkeit vom Amt, auch mehr individuelle Angebote.

Jugendämter kommen ihrer Pflicht nicht nach

Hat wirklich das Jugendamt bei diesen Kindern und Teenagern versagt? Die Redaktion von „ZDFzoom“ macht einen Test: Eine Mitarbeiterin gibt sich als Jugendliche aus und ruft bei mehreren deutschen Jugendämtern an. Sie erzählt am Telefon, dass sie unbedingt von zu Hause weg müsse, Angst vor ihrer Mutter habe und woanders unterkommen müsse. Was sie zu hören bekommt, sind Aussagen wie „Ich muss in einer halben Stunde nach Hause“, „Sorry, aber der Kollege ist krank“, „Wenn du Probleme hast, geh‘ halt zur Polizei, wir sind nicht zuständig“.

Nur eines von zehn Jugendämtern bietet unverzüglich Hilfe. Dabei verlangt es sogar das Gesetz: Das Jugendamt ist verpflichtet, einen Minderjährigen in Obhut zu nehmen, wenn er darum bittet. Geschieht das nicht, ist das ein klarer Rechtsbruch.

Familienministerin gesteht großen Nachholbedarf

Doch es besteht Hoffnung für Jugendliche wie Greeny. Im September 2014 fand erstmals der Bundeskongress für Straßenkinder in Berlin statt. Deutschland solle endlich sehen, dass es auch hier Straßenkinder gibt: In Arbeitsgruppen diskutierten Betroffene aus dem ganzen Land zwei Tage lang über ihre Situation und ihre Zukunft.

Dabei wurde ein Ideen- und Forderungskatalog erstellt, der kurze Zeit später an Bundesfamilienmisterin Manuela Schwesig weitergereicht wird. Es ist das erste Mal, dass es zu einem Kontakt zwischen Straßenkindern und der deutschen Politik kommt. Schwesig gesteht dem ZDF, dass der Bund viel zu wenig wisse und dringend herausfinden müsse, warum es junge Menschen gibt, die „durch das Netz des Kinderschutzes rutschen“.

Die Ministerin verspricht Unterstützung: 400.000 Euro sollen für zwei Jahre auf vier Straßenkinder-Projekte in Berlin verteilt werden. Für Greeny, der bei dem Treffen mit Schwesig dabei ist, immerhin ein Anfang.

„Housing-First“: ein Konzept für Deutschland?

Andere Länder in Europa sind Deutschland in der Bekämpfung der Obdachlosigkeit voraus. Als Paradebeispiel nennt „ZDFzoom“ Dänemark: Schnell und unbürokratisch bekommen obdachlose Jugendliche eine Unterkunft gestellt. Ihnen werden auch Betreuer zugewiesen, die notfalls rund um die Uhr für sie da sind. Der Ansatz besagt, dass eine stabile Unterkunft am wichtigsten ist und andere Angelegenheiten erst anschließend angegangen werden sollten.

Infolge dieser sogenannten „Housing-First“-Strategie fanden 90 Prozent der ehemals Obdachlosen in die Gesellschaft und schließlich in die Arbeitswelt. Ein Konzept, das sich laut der dänischen Behörden lohnt: Es macht andere Einrichtungen für Obdachlose überflüssig und sorgt dafür, dass viele der Begünstigten zu Steuerzahlern werden.

Auch ein Modell für Deutschland? Erste Versuche sind bekannt. Allerdings ist betreutes Einzelwohnen in Deutschland noch immer die Ausnahme. Den ZDF-Reportern zufolge fehlt es größtenteils noch immer an maßgeschneiderten Lösungen und Wegen weg von der Straße.

Zudem wird die Arbeit von Ämtern, Kinderheimen, Notunterkünften, Streetworkern etc. nicht koordiniert, es fehlt die Vernetzung. Der Fehler dafür liegt im System. Dabei ist bei den Straßenkindern oft Eile geboten: Denn je länger ein Jugendlicher auf der Straße lebt, desto schwieriger ist es, ihn wieder zu integrieren – und damit kostet er die Gesellschaft am Ende viel Geld.

Quellen: ZDF/t-online.de vom 17.12.2014>

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Rheinische Post online, Logo

5.10.2015: Mönchengladbach: 17,5% sind arm - Rang 3 der deutschen Städte
Ranking: Armut nimmt zu: Gladbach in NRW auf Rang drei
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/armut-in-nrw-nimmt-zu-moenchengladbach-auf-platz-3-aid-1.5445176

<Mönchengladbach. Wie das statistische Landesamt IT NRW mitteilt, ist die Armut in Nordrhein-Westfalen gestiegen. Danach liegt Mönchengladbach landesweit auf Rang drei: 17,5 Prozent aller Mönchengladbacher sind arm.

Darauf weist Karl Sasserath, Leiter des Arbeitslosenzentrums, hin. Ende 2014 erhielten knapp zwei Millionen Menschen im Land Leistungen der sozialen Mindestsicherung; das waren 3,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Laut IT NRW waren damit 11,3 Prozent der Menschen an Rhein und Ruhr auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen.

Ein Jahr zuvor hatten mit 1,93 Millionen noch 11,0 Prozent der Einwohner entsprechende Hilfen bezogen. Landesweit fielen die Anteile der Empfänger sozialer Mindestsicherungsleistungen an der Gesamtbevölkerung regional unterschiedlich aus: Die höchsten entsprechenden Quoten ermittelten die Statistiker in den Städten Gelsenkirchen (20,7 Prozent), Düren (17,7 Prozent), Mönchengladbach (17,5 Prozent) sowie Essen (17,4 Prozent).

(tler)>

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6.10.2015: 239.000 Obdachlose in Deutschland

aus: Facebook: Johann Pfab; 6.10.2015
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1503199716666720&set=pcb.1503200296666662&type=3&theater

<In Deutschland leben derzeit 239 000 Menschen auf der Straße,,Frau Merkel,,wo sind die kostenlosen Zelte und Wohnungen und das Essen für diese Menschen????>

Obdachlose in Deutschland,
                  Dezember 2015 01
Obdachlose in Deutschland, Dezember 2015 01
Obdachlose in Deutschland, Dezember 2015 02
Obdachlose in Deutschland, Dezember 2015 02

Obdachlose in Deutschland, Dezember 2015 03
Obdachlose in Deutschland, Dezember 2015 03

Obdachlose in Deutschland, Dezember 2015 04
Obdachlose in Deutschland, Dezember 2015 04

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Bildernachweis
[1] Austauschbörse für Lebensmittel in Köln, November 2013: http://www.ksta.de/innenstadt/-obst-und-gemuese-auf-dem-rudolfplatz,15187556,25041210.html




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